Warum dein Kopf abends nicht zur Ruhe kommt
Kennst du das? Der Tag ist vorbei und du freust dich auf den Feierabend, auf Entspannung. Doch dein Kopf legt jetzt erst richtig los und will einfach nicht zur Ruhe kommen.
Doch warum ist das so? Hier vier Gründe, warum unsere Gedanken nicht zur Ruhe kommen wollen und uns den Schlaf rauben:
Das Ruhenetzwerk des Gehirns: Ohne äußere Reize schaltet das Gehirn auf Autopilot (Fachbegriff: Default Mode Network) und wälzt alte Themen und Sorgen noch einmal um.
Anhaltender Stress: Wer tagsüber unter Dauerspannung steht, dessen Körper bleibt abends oft in Alarmbereitschaft, statt herunterzufahren.
Der müde Verstand: Wenn das logische Denken nachlässt, wirken Sorgen oft größer, als sie am Tag sind.
Ein uralter Schutzmechanismus: Eine mögliche Erklärung ist, dass unser Gehirn aus der Urzeit gewohnt ist, nachts wachsam zu bleiben, um Gefahren zu analysieren und Probleme zu lösen.
Wir können das Problem also leider nicht per Knopfdruck abstellen. Aber es gibt verschiedene Methoden, die dir helfen, deine Gedanken loszulassen und innerlich zur Ruhe zu kommen:
Journaling: Etabliere z. B. ein Abendritual und schreibe auf, was dich bewegt, belastet oder was du einfach loslassen möchtest. Viel Raum dafür findest du z.B. hier.
Imaginäre Übungen: Bildhafte Vorstellungen, was du mit deinen Gedanken machen kannst, z. B. sie auf Wolken legen, in Kartons packen oder im Wasser versenken.
Yoga & Meditation: Sie helfen dabei, den Kopf klar zu bekommen, und schenken innere Ruhe.
Outdoor: Ein Abendspaziergang in der Natur, eine Joggingrunde im Freien oder einfach ein paar Minuten frische Luft, wo du tief- ein und ausatmest.
Zum Abschluss eine kleine imaginäre Übung aus der Achtsamkeitspraxis:
Schließe die Augen und atme ganz ruhig tief ein und wieder aus.
Stell dir einen weiten Himmel vor, an dem Wolken vorüberziehen. Lege deine Gedanken darauf und schaue ihnen nach, wie sie sich immer weiter entfernen, angetrieben durch einen sanften Wind.
Mit jedem Atemzug legst du mehr störende Gedanken auf die Wolken. Fühle, wie es in deinem Kopf ruhiger wird, wie sich wohlige Entspannung in dir breit macht.
Wenn der Wind alle Gedanken davongetragen hat, atme noch einmal tief ein und aus, öffne die Augen und komme wieder zurück.
Eine Frage zum Mitnehmen: Was darf heute davongetragen werden?
Dieser Impuls stammt von der Windinsel aus meinem Buch InselZeit.